Von Sandra Martelock
Am Wochenende des 29. und 30.10.2011 fand im Haus Spilles das Kunst- und Literaturfestival zeitgeistARTig statt. Bei dieser Veranstaltung konnte man die Kunstausstellung von Aylin Sevis und die Fotografieausstellung von Simone Richter bewundern.
Durch aufwendige Bearbeitungen entführen die Fotografien von Simone Richter in eine andere Dimension, in eine märchenhafte Welt. Feen und Kriegerinnen lassen eine Fantasy-Welt entstehen, in die man vollständig eintauchen kann. Daneben erscheinen die Malereien von Aylin Sevis dunkel und abstrakt. Ihre Werke versinnbildlichen eine Existenz in der ständigen Schwebe zwischen der postmodernen Forderung des Individualismus und dem ständigen Zwang der Triebreduktion.
Dazu gab es verschiedene Lesungen von insgesamt acht Autoren. Dieser bunte Mix sorgte für eine interessante Mischung, die für viel Unterhaltung gesorgt hat – von den skurril humoresken Texten der Lesebühne Schementhemen über Träume, Metamorphosen von Justus Otremba-Conteh zu nachdenklichen Video-Sprechperformances von GeistReich. An beiden Tagen sorgten die drei jungen Männer von der Düsseldorfer Schreibwerkstatt Zwischenruf für einen interessanten und abwechslungsreichen Einstieg in den Tag. Gefolgt von der lustigen Geschichte von Schementhemen, um dann nachdenklich in den Abend entlassen zu werden nach einer Video-Sprechperfomance von GeistReich; dabei wurden alle Sinne angeregt. Die Lyrik wurde durch Musik und Video unterstützt und sorgte somit an einigen Stellen für Gänsehaut.
Am zweiten Tag fiel leider eine Autorin aus, aber um die Zeit nicht ungenutzt zu lassen, wurde sie genutzt, um zwei Toncollagen von insanity in Perfektion vorzustellen. Diese Sprechcollagen führten zu einiger Verwirrung und Lachern bald auf www.imperfektion.de online, um dies nachzuempfinden.
Sandra Martelock entführte in einen Alptraum und erklärte den Wahnsinn einer Freundschaft, um am Ende wieder ins hier und jetzt zurück zu kommen.
Christioph Straßer stellte sein neues Buch „Warum, Frankenfisch?“ vor. Dabei erzählte er auf lustige Weise von den Problemen in einem ungeliebten Job zu arbeiten, einer Videothek, damit endete das Wochenende mit einigen Lachern.




