… die Farce – ein szenisches Konzert
Von Klara Schneider
Vom 06.-13. April lud das Goethe-Gymnasium in Düsseldorf zur 13. „Maskerade“, einem Schülertheater-Festival. Viele Theatergruppen aus verschiedenen Schulen der Region folgten dieser Einladung und stellten ihre größtenteils in Eigenregie produzierten Stücke vor. Neben „klassischen“ Theaterdarbietungen war mit „wahnsinnig wichtig: die Farce“ auch ein musikalisches Stück – oder wie es im Programm heißt: „szenisches Konzert“ – dabei.
Apropos Programm: Eben jenes kann man in diesem Fall sehr wörtlich nehmen, wenn es heißt: „Aus unterschiedlichen musikalischen und theatralen Zutaten komponieren wir unsere Farce, in der präzise Zeiten den Ablauf aller Handlungen regeln, Texte, Muster oder Zeichnungen die Noten ersetzen und beim Spielen neben den Instrumenten die unterschiedlichsten Materialien und Objekte, der eigene Körper oder der ganze Raum zum Einsatz kommen.“
In der Realität sah das dann so aus, dass 10 SchülerInnen aus den Jahrgangsstufen 5-10 sowie 4 Erwachsene in einem Halbkreis auf der Bühne standen und auf einen hinter dem Publikum an die Wand projizierten Countdown starrten. Diese rückwärtslaufende Zeit fungierte gewissermaßen als Stichwortgeber und löste zu wohl vorher festgelegten Momenten bei den Darstellern verschiedene Handlungen aus, die alle auf irgendeine Art Töne bzw. Geräusche erzeugten.
Da wurden Gegenstände – vom Behältnis mit metallischen Kleinteilen über Besteck hin zu einer Rose – von der Bühne fallen gelassen oder alle Darsteller versammelten sich in der Bühnenmitte und fischten auf Papier geschriebene Anweisungen aus einer Schüssel, die sie anschließend befolgen mussten. Hin und wieder wurden auch auf klassische Art mit Instrumenten Töne erzeugt oder ein riesiges Geschenk auf Rollen über die Bühne bewegt. Auch ein Katapult, mit dem bunte Plastikbälle in einen geöffneten Flügel geschossen wurden, spielte eine wichtige Rolle.
Was anfangs noch ungewollt komisch wirkte, wurde nach wenigen Minuten der immer gleichen Handlungsabläufe recht schnell langweilig. Dazu beigetragen hat bestimmt die Tatsache, dass ich einfach überhaupt keine Ahnung hatte, was dieses Stück und seine Darsteller mir mit ihren Handlungen sagen wollen. Im Programm heißt es dazu, dass „Denk- und Arbeitsweisen jener Komponisten, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts die festgefahrenen Traditionen des Musikmachens hinterfragen“ erforscht und erprobt werden sollten. Bei mir wurde leider einzig und allein die Geduld auf die Probe gestellt.




