Von Artiom Miziouk
Lange Stuhlreihen sind im großen Saal des zakk aufgestellt, in dem die Leute sonst Pogo tanzen oder sich zur schnellen, treibenden Musik bewegen. Heute ist es anders: man ist cool, ruhig und lauscht dem akustischen Klang der Gitarre eines bärtigen Sängers – Iron and Wine.
Und trotzdem ist es nicht langweilig. Der Mann mit Songversen wie „We were born to fuck each other/ one way or another“ ist sympathisch wie lange keiner mehr. Vor allem wenn er sagt: „Alles klar – that’s my word … and dankeschön“. Während des Konzerts herrschte regelrecht eine freudige Spannung. Ob es daran lag, dass dies das einzige in Deutschland ist?
Iron and Wine wird als Folkpop definiert, was man vielleicht sogar ernst nehmen und so stehen lassen darf. An diesem Abend überwog der Pop wohl eher, da er größtenteils bekanntere Stücke spielte. Eindeutig besser gefielen mir jedoch die Lieder vom bald neu erscheinenden Album. Dafür wechselte er sogar die Gitarre. Diese Songs besitzen etwas mehr Blues und passen für mich so besser zu ihm.
Insgesamt war es ein wirklich wundervolles Konzert – etwas beschwingend, traurig-fröhlich, aber auch irgendwie glücklich machend. Auf der Fahrt nach Hause hatte ich immer noch die Musik im Kopf und ein nettes Gefühl im Bauch. Schön!




