Von Natalie Dayekh
„Was ist das besondere an Schnee auf einem Friedhof?“ – So lautet die immer wiederkehrende Frage des Theaterstückes „Snow on a Cemetery“ in der Theaterfabrik. Noch interessanter ist jedoch die Frage, was das besondere an eben diesem Stück ist? Da sind zunächst vier sympathische Antihelden, tanzende und singende Pokémon, hässliche Töchter, eine klischeehafte Germanistikstudentin und eine große Portion Humor. Für mich steht schon nach den ersten Minuten fest, dass es sich hier um eine leicht zynische und sehr unterhaltsame Aufführung handelt. Die kleinen miteinander verbundenen Episoden enthalten alle eine wahre tiefgründigere Aussage und werden überdreht, übertrieben und als eine Art Parodie dargestellt. Die Dialoge sind intelligent und Wortgewand, und auch die eingespielten Filmclips im Stummfilm-Stil, kommen beim gesamten Publikum super an.
Und gerade weil so viel Wahres an diesem Stück zu finden ist, sitzt man oft mit einem verschmitzten Grinsen da und ist fasziniert von so viel Spott und Selbstironie der Figuren. Man kann sagen, dass es eine Reise ins Märchenland der anderen Art ist. Großes Lob an die Schauspieler sowie Dennis Palmen, der ein wunderbares Stück auf die Beine gebracht hat!




