von Susi-Lili Duchow
Das Düsseldorfer museum kunst palast zeigt in Zusammenarbeit mit Tate Liverpool im Rahmen der Quadriennale 2010 eine große Retrospektive zu Nam June Paik. Bis zum 21. November sind unter anderem internationale Leihgaben zu sehen, die einen umfassenden Überblick des Werkes des 2006 verstorbenen Videokünstlers bieten.
Ausgestellt sind neben über dreißig skulpturalen Werken (z.B.: TV Buddhas) graphische Werke und Handzeichnungen, sowie Videoinstallationen und -aufnahmen von Paiks Aktionen und Performances. Mithilfe von Dokumenten wie Fotos, Briefen und Texten, lässt sich die Arbeits- und Denkweise Paiks verstehen und seine Auffassung von Kunst als permanentes Experiment zur Erfassung von gesellschaftlichen Prozessen („Video als demokratisches Medium“, Nam June Paik, 1982) nachempfinden. Interessant ist außerdem die Verbindung Nam June Paiks zur Stadt Düsseldorf, in deren Kunstakademie er von 1979 bis 1995 als Professor lehrte und zu Joseph Beuys, dem er sowohl künstlerisch wie auch menschlich verbunden war.




