Rezensionen

Metropolis – Fritz Lang

Von Andreas Kleindopf

Yoshiwara Düsseldorf

Man mag es durchaus als schlagkräftig bezeichnen, dass ein Film wie „Metropolis“ im vielleicht größten Dorf an Düssel und Rhein gezeigt wird. Und so soll es geschehen, dass der altstadtherbst zum kollektiven Betrachten einlädt und mit stimmungsvollen Orgelimprovisationen des Organisten Joost Langeveld neu zu begeistern versteht. Die St. Antonius Kirche darf dafür als Kino dienen; wie passend, denkt sich der Film-Kenner und bringt daher alle seine Freunde mit, die noch nicht die Ehre hatten, sich mit dem düster-expressionistischen Meisterwerk von 1927 zu beschäftigen. Und tatsächlich: Auch achtzig Jahre nach seiner Premiere hat „Metropolis“ eher an Spannung und Tiefe zugenommen und zudem völlig neue Perspektiven aufgebracht. Wer weiß, vielleicht wird danach der ein oder andere den Turm zu Babel mit dem Rheinturm zu vergleichen lernen. Fritz Lang als Film-Urgestein und Erzähler utopischer Geschichten würde sich darüber sicherlich freuen. Pscht und jetzt still! – Stummfilm lauschen.

Presseartikel 2009 // Andreas Kleindopf // RP Metropolis

Presseartikel 2009 // Andreas Kleindopf // Rheinische Post – Metropolis