Rezensionen

Männerhort // Schauspielhaus // 03.06.11

Von Elisabeth Mader

Eine aus Kleiderbügeln zusammengeschweißte Antenne ist die einzige Möglichkeit Fußball zu schauen, ohne entdeckt zu werden. Denn für die Männer Helmut, Eroll, und Lars ist der Heizungskeller eines Einkaufszentrums der einzige Rückzugsort vor ihren Frauen. Durch starke Rauchentwicklung einer vollkommen überlasteten Steckdose, findet der Feuerwehrmann Mario zu ihnen in den Keller. Nur mit Mühe schaffen es die drei Freunde, ihn zu überzeugen, dass sie unmöglich den Keller räumen könnten. Monatelange Arbeit haben sie schließlich hier investiert, um es so heimelig wie möglich zu gestalten. Mario lässt sich erweichen – und wird das neuste Mitglied im Männerhort. Er zeigt seinen Leidensgenossen den perfekten Plan, wie es möglich ist, mit der Freundin einkaufen zu gehen, ohne zu H&M oder dem Schuhladen ganz am Ende der Shoppingstraße zu gehen. Es werden Wetten abgeschlossen: welcher der Männer kann den Samstagsshoppingmarathon am schnellsten hinter sich bringen? Helmut war eindeutig der schnellste, doch es stellt sich heraus, dass er bereits die gesamte Nacht im Keller verbracht hat, da ihn seine Frau vor die Tür gesetzt hat. Schließlich geben auch die drei anderen Männer zu, von den Frauen verlassen worden zu sein und dass sie nun im Keller leben möchten. Ein völlig neues Training beginnt: Komplimente werden geübt, genauso wie der – für Frauen – perfekte Einkaufsbummel.

Eine turbulente Geschichte über den ewigen Konflikt zwischen Männern und Frauen, insbesondere beim Einkaufen. Obwohl das Thema an sich nicht neu ist, ist es als sehr kurzweiliges Stück mit vielen Lachern, aber auch sehr tiefgründigen Aussagen versehen. Auch das liebevoll gestaltete Bühnenbild sorgte für einen rundum gelungenen Abend.

Veranstaltung: Männerhort