Rezensionen

Kurz nachgefragt bei Thorsten Gambalat, „Plattenbau“

Interview geführt von Katja Panyutina


Thorsten, was für ein Projekt hast du für ARTig gemacht?

Ich habe ein Möbel gebaut, ein Möbel aus Schallplatten – einen Sessel.

Wie groß ist er?

Ich glaub circa 95 x 1,10 …

Wie viele Platten hast du dafür verbaut?

Ich mein mal durch gerechnet zu haben, 65 oder 75 oder so was.

Wo hast du sie her gekriegt?

Anfangs von meinem Vater, das darf er aber jetzt nicht wissen – und später dann hab ich ‘ne Plattensammlung gekauft bei ebay.

Gab es auch Platten, um die es schade war?

Ich hab versucht die vorher auszusortieren, aber im Nachhinein habe ich jetzt von mehreren älteren Mitmenschen gehört, dass ich doch einiges lieber hätte ganz lassen sollen …

Und welche hast du gerne verbaut?

Udo Jürgens! Musste weg.

Wie hast du das ganze Möbelstück gebaut?

Die Grundform aus Holz und dann die Schallplatten verformt und dann als Korpus drum herum.

Und wie hast du sie verformt?

Mit Hitze. Anfangs im Backofen, später mit einem Heißluftfön.

Wie kommt das Projekt an?

Ich glaub gut, also auf der Ausstellung waren eigentlich zu jedem Zeitpunkt mindestens drei-vier Leute um das Ding rum, ja doch, die Resonanz ist nett.

Willst du weiter Möbel bauen aus Platten, vielleicht ein ganzes Zimmer aus Schallplatten?

Auf jeden Fall, doch – eigentlich war ja noch ein Schrank geplant für die Ausstellung, aber der ist nicht fertig geworden und in Zukunft wird er auf jeden Fall nochmal privat weiter gebaut.

Danke für das Interview!

Foto: Katja Panyutina

Veranstaltung: PLATTENBAU