Von Katja Panyutina
Nix schwarzweiß – der erste ARTig-Festivaltag bot dem Zuschauer ein buntes Programm inklusive Farbfeuerwerk im Foyer, roten Catsuits, neongrellen Medienwelten, dem leuchtenden ARTig-Grün, einer orangenen Kürbiscremesuppe zwischendurch, und dem großen, immer wieder verschwindenden roten Faden.
Das Programm selbst blieb vom Verlust des roten Fadens natürlich verschont – eines nach dem anderen feierten die Tanz- und Theaterstücke ihre Premieren und wurden vom Publikum bejubelt. Besonders in Erinnerung blieb die Farbexplosion zu Beginn des Abends: Die Aufführung „Im Spektrum/ Eine Hymne an das Leben“ eröffnete das Festival mit einem Tanz in einem Meer aus Farben.
Aber auch die Liebhaber der schlichteren Optik kamen voll auf ihre Kosten. Gleich mehrere Stücke präsentierten sich dezent, jedoch nicht minder emotional. „Moving bodies“ setzte auf einen eher ästhetischen Stil, während das Stück „Mein Körper macht den Mund auf“ seine Tänzerinnen an deren physische Grenzen brachte.
So bunt wie er begann, hörte der erste Abend auch wieder auf. Nach tänzerischer „Identitäts (-findung)“, und Entscheidungskrisen in „Kopf oder Zahl“, woher übrigens auch der rote Faden stammt, erwartete den Zuschauer zum Schluss eine Höhle des Wahnsinns auf der Studiobühne – die verrückte Neonwelt einer Werbeagentur in „Schröders Ketchup“.
Und nun auf zu Nr. 2: Man darf gespannt sein auf einen weiteren bunten Festivaltag im Jungen Schauspielhaus. Auf die Farben, fertig, los!
Fotos: Katja Panyutina




