Rezensionen

Adrian Pauly & Nadine Beneke live

Von Katja Panyutina

Wenn ein Adrian Pauly oder eine Nadine Beneke die Bühne betreten, kann man sich der Zuschauersympathie sicher sein, noch bevor sie zu spielen und singen anfangen. Adrian, eine Mischung aus schüchtern und smart, Nadine immer mit einem fröhlichen Lächeln auf dem Gesicht. Und obwohl beide schon wesentlich größere Auftritte hinter sich haben, geben sie ihre Aufregung offen zu.

Aber warum aufgeregt sein, wenn man so gut ist und so viel Spaß an der Musik hat?

Wenn Adrian seine Lieder auf der Gitarre anstimmt, hören alle gebannt zu und wippen mit. Mal sind die Songs positiv, mal nachdenklich, mal traurig – aber immer einfach schön. Dabei wird nicht nur auf englisch gesungen. Auch wenn Adrian sagt, dass er es schwierig findet, auf deutsch zu singen – und hey, deutsch ist nun wirklich nicht die einfachste Singsprache – ist „Nancy und die rote Gitarre“ ein total positiver Song darüber, an sich und andere zu glauben – und das Singen klappt wunderbar. Wie auch beim Schlusslied – einem Cover von Patrice.

Danach sind Nadine und ihr Klavier dran. Auch sie mischt englische und deutsche Songs – die meisten aus ihrer eigenen Feder, manche gecovert – aber alle laden sie zum Träumen ein. Meistens (z.B. in „Alles“ oder in „Toby“) geht es natürlich um die Liebe – ihren Hang zu Schnulzen gibt Nadine auch ehrlich zu. Und ehrlich zugeben muss man auch, dass ihr jazziges Cover von Lena Meyer-Landruts „Satellite“ definitiv besser ist als das Original.

Fakt ist, dass Nadine und Adrian beide durch ihre Musik und ihre Art einfach eine unglaublich schöne Stimmung verbreiten. Und das können sie auch gemeinsam! Zum Abschluss des Abends gibt es noch ein kurzes, gemeinsames Ständchen abseits der Bühne. Adrian an der Gitarre, Nadine singend und tanzend, stimmen sie (leider doch sehr kurz) „Hit the road Jack“ an. Ein warmer Sommerabend mit chilliger Musik ist vorbei.

Hoffentlich sieht und hört man die Beiden bald wieder. Vielleicht auch im Duett.