Von Susi-Lili Duchow
Basierend auf der ab Mitte der siebziger Jahre veröffentlichten Comicreihe „Les Aventures extraordinaires d’Adèle Blanc-Sec“ von Jacques Tardi drehte nun der französische Regisseur Luc Besson – „Léon- Der Profi“(1994) und „Das Fünfte Element“(1997) – den Abenteuerfilm „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“. Charmant und schlagfertig wird die Protagonistin Adèle Blanc-Sec von Frankreichs Nachwunschsschauspielerin Louise Bourgoin verkörpert, die zurzeit auch in „Der kleine Nick“ im deutschen Kino zu sehen.
Der Pariser Professor Esperandieu versucht das Geheimnis des Lebens nach dem Tod zu lösen. Bei einem Experiment zur Belebung von Materie erweckt er versehendlich einen Flugsaurier im Naturkunde-Museum, mit dem er fortan telepathisch verbunden ist. Als der Flugsaurier in den Straßen Paris den Unfall eines Politikers verursacht, wird von einem Attentat ausgegangen und Esperandieu kurz darauf verhaftet. Unterdessen findet die Reporterin Adèle Blanc-Sec in Ägypten ein Pharaonengrab, in dem sie die Mumie des Leibarztes Ramses zu finden denkt. Von ihrem Fund verspricht sich Adèle mithilfe von Esperandieus Belebungsfähigkeit die Heilung ihrer im Koma liegenden Schwester. Als sie bei ihrer Rückkehr nach Paris von Esperandieus bevorstehender Hinrichtung erfährt, plant Adèle seine Befreiung, um nicht nur ihn, sondern auch ihre Schwester zu retten.
Überzeugend wirkt „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“ unter anderem durch die gut rekonstruierte Kulisse Paris des frühen 20. Jahrhunderts und clevere Dialoge.
Aufgrund der Aneinanderreihung von Höhepunkten mit anschaulichen, jedoch überzogen wirkenden Effekten, wird leider der Aufbau einer Spannungskurve vermieden. Durch sein Gespür für Witz und Esprit schafft Luc Besson jedoch einen Abenteuerfilm, der für kurzweilige Unterhaltung sorgt.




