Ein Experiment
<strong>Jennifer Enns</strong>
Eine Sekunde vergeht schnell. Noch viel schneller scheint sie jedoch in der heutigen Zeit zu verfliegen, in der die Menschenmassen so zügig wie möglich von A nach B hetzen müssen. Welch Balsam in diesen Verhältnissen ein inniger Moment, eine Tagträumerei oder auch nur ein intensiver unbeschwerter Gedanke darstellt. Das tägliche Leben serviert dem menschlichen Geist fortwährend Assoziationen. Hierbei ist vor allem die unbewusste Sinneswahrnehmung betroffen. Mein Werk bezweckt die Förderung der sensorischen Reize, welche dem Betrachter Unmengen an verschiedenen Bildern liefern sollen.
Dies versuche ich mit einer Assemblage zu kreieren. Holzplatten bilden meine Leinwand. Zahlreiche Objekte wie beispielsweise zerbrochene Flaschen, Schrauben und Eisenwolle gehen mit einem chaotischen und mystischen Farbauftrag ein kontrastreiches Zusammenspiel ein. Des Weiteren sollen Wortfetzen die Phantasie anregen. Das Experiment wird zeigen, ob mein Werk den Betrachter zum Träumen verführen konnte.




