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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

18.11.2008


18.11.-22.11., jew. 20h
21.11., 16h
22.11., 15h
23.11., 14h

Die spannende Abenteuerfahrt von Jim und Lukas ist eine unglaubliche Geschichte über Freundschaft und Mut, mit vielen phantastischen Gestalten und voller Überraschungen.
Die beiden bekannten lummerländischen Lokomotivführer begegnen Scheinriesen und Halbdrachen, und sie durchfahren mit ihrer guten, alten Lokomotive Emma „Das Tal der Dämmerung“, die Wüste „Das Ende der Welt“ sogar den „Mund des Todes“...

Quelle und Bildnachweis: http://www.marionettentheater-duesseldorf.de

Rezension

Geschrieben von: Christian Herrmann

5 Sterne

Tschoo, tschoo … Der dritte Gong ertönt, die Publikumsgespräche werden leiser und die Spannung steigt. Da, in der Ferne fährt eine kleine Lok über eine Insel. Das muss Emma sein.

Die kleine Lok mit den traurigen Augen sorgt für „Ahhhs“ und „Ohhhs“ im Publikum! Die Besucher, überwiegend „ältere“ in der acht Uhr Vorstellung, sind begeistert und das von der ersten Minute an.

Zu Recht, wie ich finde.
Das liebevoll gestaltete Bühnenbild, die handgemachten Figuren und das Spiel der Puppenspieler des Düsseldorfer Marionetten-Theaters versetzt mich in eine andere Welt.

Obwohl die Geschichte und Figuren bekannt erscheinen, bieten sie keine Kopie der „Augsburger Puppenkiste“, sondern besitzen einen ganz eigenen Charme. Mit ihrer Liebe zum Detail und dem Flair des Theaters wird der Besuch von „Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer“ zum Abenteuer! Ein Abenteuer das von drohender Trennung und Freundschaft erzählt und in dessen Verlauf die Suche nach der Wahrheit in den Vordergrund rückt.

Ich hoffe auf den zweiten Teil: „Jim Knopf und die wilde 13“. Und vertröste mir die Wartezeit mit den anderen Stücken des Marionettentheaters, wie z.B. mit „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“, der mir die Vorweihnachtszeit versüßen wird. Ich bin gespannt und sicher wieder mit dabei!

„Meine lieben Freunde, meine Freude macht mich stumm.“

Kommentar

Um einen Kommentar zu hinterlassen musst Du eingeloggt sein Geschrieben von: Stefan Thomassen

4 Sterne

Blicke ich mich um, sehe ich in viele fröhliche erwartungsvolle Gesichter. Die Personen dazu sitzen wie ich im Düsseldorfer Marionetten-Theater und warten auf die Vorstellung der wundervollen Geschichte des Jim Knopf und seinem Freund Lukas, dem Lokomotivführer. Das Theater ist liebevoll hergerichtet und man kann schon einige Puppen an den Wänden bestaunen und deren Geschichten dazu erahnen. Da erklingt das allseits bekannte Schnauben der Lokomotive Emma, das den Einlassgong zur Vorstellung ersetzt. Das Publikum erfreut sich schon an diesem kleinen Detail, denn die Meisten kennen die Geschichte in- und auswendig. Dass dieses Marionettenstück Menschen jeder Altersklasse begeistert, sieht man auch daran, dass dies hier keine Kindervorstellung ist. Denn Kinder erblickt man hier keine. Allerdings ist dies auch die 20 Uhr Vorstellung. Die 15 Uhr Vorstellung ist sicher von Jüngeren besucht. Dem großen Interesse wurde Tribut gezollt, indem man das Stück bis zum 10. April wieder ins Programm aufnahm. Zum Glück auch für uns, denn so können wir uns an diesem Abend in die Abenteuer von Jim und Lukas entführen lassen.

Man erkennt in jeder Szene, dass die Mitarbeiter des Theaters mit ganzem Herzen an der Umsetzung arbeiten. Da werden Perspektivwechsel durch verschiedene Puppengrößen suggeriert. Da entdeckt man viele liebevoll gestaltete Details an den Figuren und den Sets, wie z.B. das Auftauchen der Düsseldorfer Skyline mitsamt Karnevalsmusik als Fata Morgana, welche zum Schunkeln einlädt. Da hört man es auch mal hinter den Kulissen rumpeln und erhascht einen Blick auf eine helfende Hand, welche Requisiten zurechtrückt. Dies zerstört allerdings keineswegs die Illusion oder den Charme der Aufführung, sondern sorgt dafür, dass dem Zuschauer bewusst wird, das echte Personen jeden Abend hart dafür arbeiten, dass Lukas, Jim und all die anderen Charaktere schauspielern und soviel Leben in diesen Puppen zu erkennen ist.

Und so schließe ich mich am Ende des Abends dem Applaus für die Darsteller und ihre Puppen an und kann den 14. April kaum erwarten, denn da startet der zweite Teil der Geschichte „Jim Knopf und die Wilde 13“. Der einzige Wermutstropfen heute ist wohl, dass sich viele Zuschauer in der Pause des Stückes ihre Jacken an der Garderobe geben lassen, da die einzige Heizung im Saal nicht annähernd ausreicht, um ihn zu heizen. Dies allerdings ist schnell vergessen, denn das Stück war es allemal wert.

Kommentar

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