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THE RAT PACK – Live from Las Vegas

27.10.2009 - 08.11.2009


Endlich sind sie wieder da: Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr.!

Die beliebte Retro-Revue „The RAT PACK – Live from Las Vegas“ kommt Ende Oktober 2009 nach Düsseldorf – exklusiv in Nordrhein-Westfalen.

Quelle und Bildnachweis: http://www.capitol-theater.de/

Rezension

Geschrieben von: Sven Tillmann

3 Sterne

„The Rat Pack – Live from Las Vegas“ wirbt damit, die „Rattenbande“, bestehend aus Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr., noch einmal auf der Bühne zum Leben zu erwecken und den Zuschauer in die Zeit zu entführen, als das Swing-Trio das Publikum der Sands-Bar in Las Vegas zum Kochen gebracht hat.

Im Grunde hat mir der Abend mit der Rattenbande sehr gut gefallen. Die Big Band um die Sänger und Schauspieler Tam Wards (Frank Sinatra), Mark Adams (Dean Martin) und Matthew Henry (Sammy Davis Jr.) war bombastisch. Und ebenso gut war der Gesang der drei Protagonisten.

Besonders Mark Adams hat mit seiner Dean Martin Performance mehrmals den Vogel abgeschossen. Und wenn man überlegt, wie kräftezehrend es doch ist, herumhüpfend und rennend über die Bühne zu rasen und dabei noch treffsicher zu singen, dann sollte man den Hut vor Matthew Henry ziehen, der einen sehr aufgedrehten Sammy Davis Jr. gegeben hat. Und man sollte nicht die Burelli-Sisters vergessen, die neben unglaublichen Kostümen auch mit unglaublicher Bühnenpräsenz und unglaublicher Gesangskraft glänzten. Der eigentlich Kopf der Bande, gespielt von Tam Wards hat mich jedoch ein wenig enttäuscht. Irgendwas war was faul an ihm.

Ob das Ziel erreicht wurde und man sich plötzlich in eine längst vergangene Zeit zurück versetzt gefühlt hat? Zuschauer älterer Generationen, die mit der Musik und dem Flair der 50er und nicht zuletzt der Präsenz des Rat Packs aufgewachsen sind, hatten hörbar und sichtliche Freude an dem Wiederaufleben der alten Stars. Mich hingegen hat es ein wenig mit Trauer getroffen zu sehen, was war und was ist.

Smoking tragende Player mit immer vollem Whiskey-Glas, fiesen Sprüchen und durchs Rauchen raspeliger Stimme wurden eingetauscht mit schleimigen Weicheiern wie Roger Cicero. Zudem verging für mich kein einziges Mal das Gefühl, in einer typischen Musical-Show zu sitzen.
Das wahre Flair ist ausgestorben. Nicht zuletzt das ömmelige Bühnenbild hat seinen Teil dazu beigetragen. Im Grunde gebührt aller Applaus den Männern, die damals auf der Bühne standen und wirklich so waren, wie es Leute heutzutage nur noch behaupten können.

P.S. Ein kleiner Gruß gilt an dieser Stelle dem Spot-führenden Lichttechniker, der scheinbar wie besoffen und nicht im Stande war, die drei Legenden-Kopien angemessen zu beleuchten.

Kommentar

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