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Max Goldt

27.05.2010 20:00h


Lieber nicht in der U-Bahn lesen: Seine Werke sind klug und klar, unaufdringlich moralisch - und vor allem das Witzigste, was die deutsche Literatur zu bieten hat. (Daniel Kehlmann)

Daß Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Daß es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, daß es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und daß sich hinter seinen trügerischen Gedankenfluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet. Daniel Kehlmann

Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Er bildete zusammen mit Gerd Pasemann das Musikduo „Foyer des Arts“, in welchem er eigene Texte deklamierte. Max Goldt hat zusammen mit Stephan Katz sechs Comicbände herausgebracht. Er bereist nicht selten den deutschen Sprachraum als Vortragender eigener Texte. 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 1999 der Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire, 2008 wurde ihm der Kleist-Preis und der Hugo-Ball-Preis verliehen.

Quelle und Bildnachweis: zakk

Rezension

Geschrieben von: Stella Volkenand

4 Sterne

Max Goldt ist ja sowieso eine Koryphäe. Nach neun Jahren als Kolumnist der Titanic und Hälfte des Musikduos Foyer des Arts veröffentlichte der gebürtige Göttinger ab 1991 mehr als ein Dutzend Bücher, CDs und Comics und tourt regelmäßig durch Deutschland. Sein wohl berühmtester Fan, Daniel Kehlmann, schlug Goldt 2008 für den Kleist Preis vor.

Ist sein Ruf berechtigt? Allerdings. Mit wohlklingender, sonorer Stimme und auf eine wunderbar trockene Weise trägt „Onkel Max“ seine Geschichten vor, die eine bunte Mischung aus Essays, eigenen Erfahrungen und Albernheiten sind. Wie Kolumnen hören sich die meisten Texte an: Er stellt absolut subjektive, manchmal nicht ganz nachvollziehbare, aber ungeheuer komische Überlegungen an und abwegige Thesen auf. So erklärt Goldt zum Beispiel eindrucksvoll, wieso erfolgreiche Menschen immer völlig absurde Vor- und ganz übliche Nachnamen haben, wieso in Hamburg am liebsten Barbaras geheiratet werden und wieso es immer dunkler wird in der Welt.

Obwohl es wirklich Spaß macht, Goldt zuzuhören, war mir die Veranstaltung, die knapp drei Stunden dauerte, zu lang. Goldt saß an dem für Lesungen typischen schwarzen Tisch mit Wasserglas und agierte wenig bis gar nicht mit dem Publikum. Trotz meiner schwächelnden Konzentration gegen Ende der Lesung bin ich froh, den berühmten Onkel Max einmal tatsächlich gesehen und gehört zu haben.

Kommentar

Geschrieben von: Stella Volkenand

29.06.2010 09:53:04

Ja, bekommt man, aber vielleicht hätte noch eine weitere Pause Wunder gewirkt ;)
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Geschrieben von: Muna Zubi

10.06.2010 15:15:36

großartig aber: er liest und liest und liest.... naja, bekommt man noch was für sein geld ;)
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