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People Concert Club: “Schutzschall” & “Quinten”

28.01.2010 20:00h


Akustik Konzert mit “Schutzschall” & “Quinten”

Infos zum Konzert:
www.myspace.com/schutzschall



Rezension

Geschrieben von: Stefan Thomassen

3 Sterne

Herrschen zwischen dem RWE- und dem Fortuna-Anhang, sagen wir mal, angespannte Verhältnisse, so sind Bands aus Essen in Düsseldorf wohl immer herzlich willkommen. Und das sowieso in der People Clubbar, dem kleinen gemütlichen Laden im Herzen der Altstadt, der sich unter anderem damit einen Namen gemacht hat, dass sie Woche für Woche jungen Künstlern eine Bühne bietet und sich stets ein dankbares Publikum einfindet.

Das meist verwendete Konzept, dass ein lokaler Act auftritt, dem es aufgrund der geographischen Nähe leichter fällt, seinen Anhang zu mobilisieren, geht heute Abend leider nicht ganz auf. Dies lässt sich vielleicht damit erklären, dass der Schlagzeuger krankheitsbedingt passen muss und der Auftritt nur vom Sänger Quinten der Band „Harbour Patrol“ bestritten wird. Allerdings können sich die Fans der Band sagen lassen, dass sie eindeutig etwas verpasst haben, denn mutig stellt sich Quinten samt Gitarre auf die Bühne und sorgt mit cooler Singer/Songwriter- Manier für gute Laune.

Schutzschall aus Essen bzw. dem Ruhrgebiet zeigen darauf ihr Können. Der Schlagzeuger, nur mit Cajón bestückt, lässt auf ein ruhiges Set schließen, doch selbst in der Akustikversion entfalten die Stücke noch ihre Energie. Dass im People die Konzerte seit einiger Zeit aufgrund von mehrfachen unbegründeten und völlig übertriebenen Beschwerden eines zugezogenen Anwohners leider nur noch Unplugged stattfinden können, stört heute niemanden. Denn die Band zeigt, dass sie diese Art der Musik zurzeit lieber umsetzt und das Publikum dankt nach jedem Song mit Applaus. In der Lautspielweise kommen Schutzschall schon mal leicht elektronisch um die Ecke, leise stach für mich die Stimme hervor, die den Songs einen leichten Punktouch gab, der aber durch die tieferen Texte auch an Tomte oder Ähnliches erinnerte.

Die Eigenbeschreibung auf ihrem Myspaceprofil kann ich nur bestätigen: „Schutzschall macht deutschsprachige Rockmusik. Das Publikum fühlte sich – je nach persönlichem Blickwinkel - schon an Rio Reiser, Nils Frevert, Olli Schulz, Tele, Geschmeido, Element of Crime oder Kante erinnert. Das kann man so sehen, muss man aber nicht.“
Ihr Anhang sogar reiste aus Krefeld an. Dies zeigt, dass diese Band überzeugt. Auch an diesem Abend und hoffentlich bald mal wieder.

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