Theatermuseum Düsseldorf
Adresse:
Jägerhofstr. 1
40479 Düsseldorf
Website:
Anfahrt:
Die Straßenbahnlinie 707 fährt direkt vor dem Düsseldorfer HBF (Richtung D-Unterrath) ab. An der Station „Schloß Jägerhof“ müsst ihr aussteigen und dann durch den schönen Hofgarten gehen. Haltet Ausschau nach einem rosafarbenen Barockbau (nicht Schloss Jägerhof).
Eintrittspreise:
Erwachsene 3 EUR. Azubis, Studenten zahlen 1,50 EUR. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren müssen nichts zahlen.
Profil:
Das Goethe-Museum war einmal hier, aber das ist geschichtlich gesehen nicht so wichtig. Bedeutender ist, dass es einst dem Gärtner gehörte. Viel mehr dem Hofgärtner. Deutschlands ältester Volksgarten – der Hofgarten – brauchte viel Pflege und da bekam der Gärtner 1770 gleich einen repräsentativen Bau zur Verfügung gestellt. Das so genannte Hofgärtnerhaus. Der Gärtner wohnte aber nicht nur hier, hier wurden auch Bälle besucht und Konzerte genossen. Napoleons Truppen haben das Gebäude zerstört. Dann wurde es wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde es erneut zerstört und dann wieder aufgebaut. Nach dem bereits genannten Goethe-Museum war es 1988 so weit: das Theatermuseum ist mitsamt seiner gesammelten Bestände ins Hofgärtnerhaus eingezogen.
Die Dauerausstellung, aber auch die jährlich stattfindenden Sonderausstellungen beweisen dem Besucher, dass das vergangene und gegenwärtige Theater durchaus spannend sein kann. Theater ist halt nicht nur für den Schulunterricht zu gebrauchen. Neben der Geschichte bekommt man vor allem die Vielschichtigkeit des Bühnenlebens zu spüren. Das können nichtsdestotrotz ganz schön viele Informationen auf einmal sein. Fotos, Theaterplakate, Tonträger, Kostümentwürfe sowie Theaterbögen aus Papier können bei so einer großen Anzahl recht müde gestalten – egal wie spannend es aufgebaut ist. Gut, dass es noch mehr zu entdecken gibt, um den Kopf mit anderem Reiz zu entspannen. Wie wäre es etwa mit der hauseigenen Studiobühne oder dem Museumscafé, die ordentliche Zusatzveranstaltungen bieten? Auch noch zu unruhig? Das Archiv und die Bibliothek sorgen dann aber für gänzliche Entspannung, denn hier ist endlich einmal kein Handlungsstrang zu erkennen. Nur der Besucher und das Buch. Und wem das auch noch zu viel wird, dem kann man auch nicht helfen. Ach doch: der geht mit Gustaf Gründgens bzw. mit seiner Paraderolle als Mephisto einen Pakt ein und schafft im Diesseits einfach jegliche Kultur ab. Was ihn dann wohl in der Hölle erwarten wird? Ach ja: Fotos, Theaterplakate, Tonträger, Kostümentwürfe sowie Theaterbögen aus Papier ...
Autor:
Bildnachweis:
Andreas Kleindopf
Größere Kartenansicht